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Der Oberbürgermeister Aschaffenburgs Klaus Herzog sprach würdigende Worte über die Preisträger 2010 und stellte in seinem Grußwort positive Entwicklungen kultureller Art in Aschaffenburg und der Umgebung vor.

Ausgezeichnet für couragiertes Handeln: Mark Kohlert und Moein Ramezani (2. und 3. v.l.). Die Laudatorin Karin Offermann, Vorsitzende Richterin am Landgericht Aschaffenburg und Wolfgang Gärthe spenden Beifall.

v.l.n.r. Wolfgang Gärthe (ESO-Geschäftsführer), der Preisträger Kurt Masur und Laudator Wolfgang Tiefensee (ehemaliger Bürgermeister Leipzigs)

19 November 2010

ESO-Geschäftsführer verleiht Mutig-Preis 2010 an Kurt Masur

Der Aschaffenburger Mutig-Preis wurde dieses Jahr in der überregionalen Kategorie an den Dirigenten Kurt Masur verliehen. Der ehemalige Leipziger Bürgermeister Wolfgang Tiefensee beschrieb in seiner Laudatio Masurs engagierten Einsatz für Gewaltfreiheit während der Leipziger Montagsdemonstration am 9. Oktober 1989 als Lehrstück für Zivilcourage. Masurs Name sei "untrennbar mit dem Begriff der friedlichen Revolution verbunden". Über die Vorgänge in Leipzig an jenem denkwürdigen 9. Oktober konnte er aus eigener Erfahrung berichten, denn er gehörte zu den Demonstranten. Der Aschaffenburger Oberbürgermeister Klaus Herzog hatte ebenfalls in seiner Grußrede den Preisträger Kurt Masur als mutigen Menschen, der Geschichte geschrieben habe, gewürdigt. Der Ausgezeichnete selbst sieht sich nicht als Helden, bekannte aber in seiner Dankesrede, dass in der damaligen Situation Mut erforderlich war und sieht in dem Preis eine Ehrung dafür, dass er geholfen habe, die Katastrophe zu verhindern.

Dieses richtige und mutige Handeln in herausfordernden Situationen ist laut Gärthe Kriterium für die Jury bei der Auswahl der Preisträger. Den mit 2.000 Euro dotierten regionalen Mutig-Preis erhielten Mark Kohlert aus Aschaffenburg und Moein Ramezani aus Haibach dafür, dass sie einem kleinen Jungen, der misshandelt worden war, geholfen hatten und vor weiteren Misshandlungen schützen konnten. Die Laudatorin Karin Offermann, Vorsitzende Richterin am Landgericht Aschaffenburg und Jurymitglied, bescheinigte den beiden Preisträgern, dass sie Aufmerksamkeit bewiesen und nicht weggeschaut hätten. Das couragierte Einschreiten und selbstlose Handeln für eines der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft verdiene höchste Anerkennung. Kohlert und Ramezani betonten in ihrer Dankesrede, dass eigentlich nicht viel dazu gehöre, hinzuschauen und etwas zu tun. Sie forderten dazu auf, ihr Handeln als Anregung für jeden einzelnen zu betrachten, denn jeder könne etwas tun.

Der Mutig-Preis wurde 2004 auf Initiative von Wolfgang Gärthe (ESO-Geschäftsführer), Harald Maidhof (Leiter Bundesagentur für Arbeit a. D.) und dem Kapuzinerpater Felix Kraus ins Leben gerufen und wird alle zwei Jahre für mutiges Verhalten und Zivilcourage verliehen. Die Jury besteht aus Vertretern der Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Idee zu dem Preis lieferte die Legende des Kapuzinerpaters Bernhard, der 1631 Aschaffenburg vor der Zerstörung gerettet haben soll, weil er dem Schwedenkönig Gustav Adolf mutig entgegentrat.