Unsere Mitarbeiter*innen sind das Herzstück unseres Unternehmens. Heute stellen wir euch Lydia Olschock, Schulleiterin unseres Euro-Bildungswerks Nürnberg, vor.
Im Interview erfahrt ihr unter anderem, welche Stationen sie bei der ESO bereits durchlaufen hat und was in ihrer Rolle zu ihren Aufgaben gehört.
Viel Spaß beim Lesen!
Welche Stationen hast du bei der ESO Education Group (ESO) bereits durchlaufen?
„Meine Reise bei der ESO begann direkt nach meinem erfolgreichen Soziologiestudium an der TU Dresden. Ich bin im September 2002 als Betreuerin und Lehrkraft im Kompetenztraining des Euro-Bildungswerkes (EBW) Nürnberg gestartet, anfangs als Elternzeitvertretung. Doch aus der Elternzeitvertretung wurde rasch mehr. Ich übernahm immer weitere Aufgaben, so dass 2008 die Rolle als Assistentin der Schulleitung dazu kam. Kurz darauf übernahm ich die Verantwortung für Deutschmaßnahmen.
2009 wurde ich stellvertretende Schulleiterin am EBW, 2014 zusätzlich am Zentrum für Aus- und Weiterbildung (ZAW). Im Jahr 2015 durfte ich kommissarisch die Schulleitung in Regensburg übernehmen – intensiv, herausfordernd, lehrreich. Eine Zeit, die mich fachlich und persönlich enorm wachsen ließ.
Seit 2021 bin ich Schulleiterin des EBW Nürnberg, seit 2022 auch des ZAW. Wenn ich zurückblicke, war es bis heute ein zielsicherer Weg, ein kontinuierliches Bergsteigen. Schritt für Schritt, mit guter Ausdauer und klarem Blick nach oben.“
Was genau gehört in deiner Rolle zu deinen Aufgaben?
„Nach meinem Studium wusste ich vor allem eines: Ich will mit Menschen arbeiten. Prozesse strukturieren, Dinge organisieren, Potenziale entdecken und weiterentwickeln – das hat mich schon immer angetrieben. Themen wie Aus- und Weiterbildung, Perspektiven schaffen, Integration, Sprache – das war und ist für mich echte Bildungsarbeit mit Sinn.
Heute trage ich als Schulleiterin die Gesamtverantwortung für zwei Marken – fachlich, organisatorisch und menschlich. Das heißt: Ich entwickle mit meinem Team Bildungsangebote weiter, schreibe Konzepte für Ausschreibungen, Umschulungen und Firmenschulungen, kalkuliere, plane und stelle sicher, dass alles sowohl pädagogisch wertvoll als auch wirtschaftlich tragfähig ist.
Dazu kommt der Vertrieb, insbesondere im Verbundbereich des ZAW: Markt beobachten, Angebote kalkulieren, Partnernetzwerke pflegen. Und ja – ich versuche stets, unsere Netzwerkpartner persönlich kennenzulernen. Beziehungen entstehen nicht per E-Mail, sondern im direkten Austausch.
Qualitätsmanagement ist für mich kein Ordner im Regal, sondern gelebter Alltag. Klare Prozesse, verbindliche Strukturen und eine offene Feedbackkultur gehören für mich selbstverständlich dazu.
Durch unsere gewerblich-technische Ausrichtung am Standort spielt Arbeitssicherheit eine zentrale Rolle. Werkstätten, Prüfungs- und Schulungsräume müssen höchsten Standards entsprechen – Sicherheit ist keine Formalität, sondern tägliche Verantwortung.
Natürlich gehört auch Personalführung zu meinen Aufgaben: Teams zusammenstellen, Motivation stärken, Talente fördern, auch mal auftretende Konflikte moderieren. Unser Standort-Credo – mit Empathie, Wertschätzung und auf Augenhöhe zu arbeiten – ist für mich kein Leitsatz auf Papier, sondern Maßstab im Alltag.
Und dann ist da noch das große Ganze: Controlling, Budget, strategische Entwicklung, Visionen. Ich halte viele Fäden in der Hand. Aber genau das liebe ich.
Kurz gesagt: Ich gestalte, strukturiere, verantworte Qualität und Marktposition – und verliere dabei nie den Menschen aus dem Blick.“
Was schätzt du an der ESO Education Group als Arbeitgeber?
„Im September dieses Jahres bin ich 24 Jahre im Unternehmen; fast genauso lange bin ich verheiratet. Mehr Beweis für Wohlfühlen, Vertrauen und Beständigkeit braucht es vermutlich nicht. Die ESO ist mein berufliches Zuhause.
Ich schätze die Mischung aus Menschlichkeit, Stabilität und Gestaltungsfreiheit. Wir haben im Unternehmen flache Hierarchien, aber klare Strukturen und professionelle Rahmenbedingungen. Gleichzeitig habe ich vor Ort viel Handlungsspielraum. Was mich immer motiviert: Es geht hier nicht nur um Zahlen. Es geht um Menschen, um Bildung, um Entwicklung in jedem Lebensalter. Das Konzept des lebenslangen Lernens passt perfekt zu meinem eigenen Weg.
Besonders wichtig war und ist mir die langfristige Perspektive. Ich konnte mich über viele Jahre hinweg entwickeln, Verantwortung übernehmen und wachsen. Diese Kontinuität und das Vertrauen, das mir tagtäglich entgegengebracht wird, empfinde ich als große Wertschätzung. Mit sehr viel Empathie von vielen Seiten erfahre ich aufrichtige, ehrliche Unterstützung. Ein wertvolles Vertrauen, das ich gerne zurückgeben möchte.
All das macht die ESO zu einem starken Arbeitgeber. Aus einem einfachen Arbeitsverhältnis wurde über die Jahre viel mehr: Verbundenheit, bis hin zu Freundschaften. Ich darf ein Teil einer wertvollen Gemeinschaft sein.“
Was war deine persönlich schönste Erinnerung bislang?
„Eine ‚schönste‘ Erinnerung per se gibt es nicht, es sind die täglichen kleinen Momente, die mich in meiner Arbeit bewegen und glücklich machen; Azubis, die gerne zu uns an den Standort kommen, erfolgreich bestandene IHK-Prüfungen unserer Teilnehmenden, zufriedene Firmenkunden, ein wertschätzendes Feedback im Mitarbeitergespräch und vor allem mein engagiertes Team, was täglich ein Höchstmaß leistet.
Mich erfüllt stets aufs Neue innere Zufriedenheit, wenn ich durch unseren Standort laufe – und das ist für mich der schönste Beweis einer erfüllten beruflichen Tätigkeit. Wir geben Menschen Orientierung, Hoffnung und echte Perspektiven – eine der sinnstiftendsten Aufgaben, die es gibt. Und ich kann diese jeden Tag mit Herz erfüllen.“
Was sind deine Hobbies?
„In meiner Freizeit tanke ich Energie mit Musik und Büchern. Musik begleitet mich fast immer – je nach Stimmung laut oder leise. Und Lesen ist für mich wie eine kleine Reise zwischendurch: neue Gedanken, neue Perspektiven, einmal kurz raus aus dem Alltag.
Zudem bin ich gerne draußen in der Natur. Wir wohnen in einer wunderschönen Umgebung und die genieße ich gerne.“
Text: Jill Semidei, Lydia Olschock
Foto: Jill Semidei